Raubüberfälle, Diebstahl, Entführungen, Einbrüche… Die Liste, der Dinge, die Dir beim alleine Reisen mit Kind passieren können, ist lang. Theoretisch. Aber völlig unrealistisch. Praktisch.
Natürlich ist es möglich, dass Du auf Reisen mal in die ein oder andere seltsame Situation gerätst. Genau wie in Deutschland auch. Die Wahrscheinlichkeit ist allerdings ziemlich gering.
Eltern mit Kindern haben in den meisten Ländern dieser Welt einen besonders hohen Stellenwert. Sie werden geschützt. Nicht bedroht.
Du kannst Dich also entspannt zurück lehnen, und das alleine Reisen mit Kind genießen. Und für den Notfall einfach ein paar Tipps im Hinterkopf behalten.
1. Moppel lieber doppelt:
Mach von allen wichtigen Dokumenten einen Scan und schick ihn Dir selber per Email. Also Pässe, Impfausweise, Flugtickets etc. Falls Dir tatsächlich mal Deine Unterlagen geklaut werden sollten, hast Du sie so immer direkt parat. Das Gleiche gilt natürlich auch, wenn Du sie mal in einer Unterkunft vergessen solltest. So bist Du auf der sicheren Seite, und kannst von überall an Eure persönlichen Unterlagen kommen. Gut ist es auch, die Unterlagen per Email an jemanden zu Hause weiter zu leiten. Dann kann gar nichts mehr schief gehen.
2. Hol den Edding raus…
… und schreib Deine Telefonnummer auf den Arm Deines Kindes. Gerade für Nachtmärkte oder größere Veranstaltungen ist das mein Tipp des Jahrhunderts. Nur für den Fall, dass Ihr Euch wirklich einmal in einer Menschenmenge aus den Augen verlieren solltet.

Amed/ Bali
So kann der Finder Dich direkt kontaktieren. Mir ist so eine Situation zwar noch nie passiert, aber irgendwie fühle ich mich generell sicherer, wenn ich weiß, Maxi ist nummeriert unterwegs.
3. Knüpfe Freundschaften:
Versuche relativ schnell Kontakt zu Einheimischen, anderen Alleinreisenden oder Familien mit Kindern zu knüpfen.

Ubud/ Bali
Erstens ist es natürlich schön, Dinge mit anderen Menschen zu erleben. Vielleicht könnt Ihr Euch sogar mal als Babysitter abwechseln?! Zweitens sehen vier (oder mehr) Augen einfach mehr als zwei. Und im Notfall, ist es immer gut, noch einen weiteren Kontakt zu haben, mit dem Du Dich absprechen kannst. Gegenseitige Unterstützung ist gerade beim alleine Reisen mit Kind mehr als Gold wert.
4. Setz alles auf eine Karte:
Entwerfe ein Notfallkarte, auf der Du alle wichtigen Informationen zu Dir und Deinem Kind zusammenschreibst. Auch eventuelle Krankheiten oder Besonderheiten solltest Du hier drauf festhalten. Am Besten laminierst Du sie, machst sie wettertauglich und verstaust je ein Exemplar bei Dir und eines bei Deinem Kind im Rucksack.
Draussen an Eure Taschen dranhängen, würde ich nicht gerade empfehlen. Empfinde ich nicht als die beste Idee, Eure persönlichsten Daten jedem, der auch nur einen kurzen Blick auf Euer Gepäck wirft, direkt zu präsentieren. Lieber ein bisschen verdeckter halten, für den Notfall aber immer griffbereit haben.
5. Hab jemanden in Petto:
Und zwar für Situationen jeglicher Art. Egal, was Dir und Deinem Kind auf der Reise passieren kann, hab jemanden zu Hause, dem Du voll und ganz vertrauen kannst. Der für Dich da ist, während Du weg bist.
Zum größten Teil natürlich für die schönen Momente, die Du teilen möchtest. Unbeachtet davon, wie viele Kilometer zwischen Euch liegen. Aber natürlich auch für Situationen, in denen vielleicht nicht alles perfekt läuft. Bis hin zu einem Punkt, wo gar nichts mehr funktionier, und Du auch Hilfe vor Ort brauchst.
Sehr wahrscheinlich, wird das nie passieren, aber das Wissen, dass sich jemand mehr oder weniger direkt in ein Flugzeug setzen würde, wenn es drauf ankommt; dieses Gefühl ist Dein Sicherheitsanker Nummer 1 auf Eurer Reise.
6. Stelle einen Plan B auf:
Dir fällt auf Reisen die Decke auf den Kopf. Du fühlst Dich unwohl. Möchtest nur noch nach Hause? Du bist Dir ganz sicher, dass Du die Reise einfach nicht mehr weiter machen möchtest? Das Heimweh zu groß, das Land zu fremd, die Menschen zu doof?
Atme tief ein und aus, und entscheide Dich. Wenn Du das alles wirklich nicht mehr willst, hab einen Alternativ-Plan im Kopf. Und scheue Dich nicht davor, ihn auch umzusetzen.
Ich habe hierfür immer einen kleinen Notgroschen in Reserve, mit dem ich uns im schlimmsten Fall einfach ein Ticket nach Hause kaufen könnte. Wenn gar nichts mehr geht. Wenn gar nichts mehr soll.
Ich habe ihn bis jetzt auf keiner Reise auch nur im Ansatz angerührt. Aber zu wissen, dass ich könnte, erleichtert mir manche Situationen enorm. Und macht mich ruhig. So, dass ich in Situationen, die vielleicht nicht ideal laufen, Anflüge von Panik, Ängsten und Zweifel zur Seite schieben kann. Mein Herz weiterhin höre. Und das Wissen habe, alles wird gut.
7. Gönn Dir eine Runde Urvertrauen:
Max und ich sind wirklich schon viel unterwegs gewesen, und nicht ein einziges Mal in eine brenzlige Lage gekommen. Ganz im Gegenteil, ich habe noch nie so viel Aufmerksamkeit und Hilfsbreitschaft verspürt, wie auf Reisen mit Kind.
Lass Dich von Deinen Ängsten nicht verrückt machen!
Natürlich kann immer etwas passieren. Überall. Aber das wird es nicht. Sei einfach wachsam, und verlier das Gute nicht aus den Augen. Eine Reise gemeinsam mit Deinem Kind ist dazu da, die schönen Seiten des Lebens voll und ganz auszuschöpfen, und sich nicht von den negativen Eventualitäten überschütten zu lassen.
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Wovor hast Du beim alleine Reisen mit Kind Angst?
Haustiere werden gechipt und tätowiert ,sollte man bei Kindern auch machen so entfällt der lästige Edding.
🙂 So witzig!
Ich würde auch am liebsten jetzt sofort losreisen, als erst zu warten bis die Gegebenheiten es zulassen, aber mir fehlt einfach der finanzielle Background. Ich hätte vielleicht Gels für Tickets für den Flug, aber keines für Unterkunft und Verpflegung für mehrere Wochen. Ich habe auch davon gehört, dass viele über bloggen Geld verdienen, aber mein Leben ist nicht gerade außergewöhnlich und ich denke einfach nicht spannend genug, als dass ihr es auf einem veröffentlichen oder Menschen finden würde, die mein Leben interessant fänden und mir folgen würden.
Ich suche noch nach einer Idee, wie ich mit meinen kindheitlichen Traum vom bereisen der Welt endlich erfüllen kann, gemeinsam mit meinen Kindern. Meine Zeit läuft ab 1/3 meines Lebens ist schon vorbei. Meine Eltern hatten immer Träume, haben sie aber immer auf später geschoben, aber nie in die Tat umgesetzt. Heute trauern sie den vergangenen Jahren, der verlorenen Zeit hinterher.
Ich will meine Träume in die Tat umsetzen, lieber noch heute als morgen. Aber ich kann nicht. Mir fehlt die finanzielle Sicherheit.
Ich wünschte so sehr einen weg zu finden, nicht reich, aber finanziell unabhängig zu werden.
Ich versuche mir auch irgendwie online was aufzubauen. Aber es klappt nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte. Noch nicht.
Hey, vielleicht findest Du hier ein bisschen Inspiration: https://helloworldkongress.de
Liebe Grüße und ich drücke die Daumen, dass es auch für Dich klappt 🙂
Danke 🙂