Asien, Europa oder doch lieber Südamerika? Potentielle Ziele für eine Reise mit Deinem Kind gibt es viele. Reaktionen aus Deinem Umfeld auf Deine Ideen (leider) auch. Grob lassen sie sich in folgende drei Kategorien aufteilen:
- Neid
- Angst
- Freude
Von der obersten bis zur untersten Sprosse ist auf der Emotionsleiter also alles mit dabei. Und oft ist es gar nicht so einfach damit umzugehen.
Ich zeige Dir, wie Du trotzdem entspannt bleibst und voller Vorfreude an Deinen Plänen festhalten kannst.
Der Neid
Lange Flüge, fremdes Essen, dreckige Unterkünfte? Na ob das so gut für ein Kind ist?
Ganz klarer Fall: Hier hat der Neid Teufel sein Unwesen getrieben.
Eigentlich schade, dass sich manche Menschen einfach nicht mit anderen freuen können. Stattdessen versuchen sie das, was sie selber nicht machen wollen oder können auch anderen Leuten schlecht zu reden. In dem Fall: Dir.
Gerade wenn Du voll gestopft mit Ideen, Vorfreude und Reise Laune bist, kann es passieren, dass Dir der Neidfaktor mit voller Wucht entgegen schlägt. Und schwups, war es das erstmal mit der guten Stimmung.
Gar nicht so leicht damit umzugehen, obwohl es eigentlich ziemlich einfach ist:
Schalte auf Durchzug!
Schneller gesagt, als getan- ich weiß. Und dennoch in diesem Fall die einzig richtige Reaktion.
Es wird immer Menschen geben, die Deine Reise Pläne mit unnützen Kommentaren klein reden. Meistens sind das Leute aus dem entfernteren Umfeld. Die Dich vielleicht gar nicht richtig kennen. Dich und Dein Kind nicht im Ganzen betrachten können. Einfach nur ihre eigene Unzufriedenheit in Kommentare umwandeln und sie Dir brühwarm servieren.
Würdest Du mit diesen Menschen Deine ganz persönlichen Themen besprechen und auf Ihre Meinung vertrauen? Wahrscheinlich nicht. Und genau deshalb sollten Dich auch ihre Äußerungen rein gar nicht interessieren.
Alles klar? Dann Herzlichen Glückwunsch, ein gutes Drittel der möglichen Reaktionen hast Du hiermit bereits professionell aus dem Weg geräumt.
Die Angst
Und was, wenn Euch etwas passiert? Willst Du so ein Risiko wirklich eingehen?
Im Gegensatz zum Neid kommt die Angst meistens aus den ganz nahen Reihen. Ziemlich nah sogar, und relativ einfach zu lokalisieren: Angst = Eltern/ Familie.
Wenn ich früher tagelang mit Freunden in fremden Ländern unterwegs war, konnte ich die Uhr danach stellen. Irgendwann kam sie, die „Lebst Du noch?“-Sms von meiner Mutter. Mega nervig und verdammt peinlich, fand ich das damals.
Mittlerweile mit eigenem Kind im Gepäck kann ich die Angst ganz gut nachvollziehen: Eltern machen sich nunmal Sorgen, und das ist nicht nur ganz normal sondern auch gut so.
Der beste Weg damit umzugehen? Lass Sie teilhaben! An Deiner Planung, Deinen Ideen und auch Deinen eigenen Ängsten. So kannst Du zeigen, dass Du Dich mit dem Thema ausreichend auseinander setzt und natürlich nicht unvernünftig an die Sache heran gehst.
Ein Jahr Weltreise allein mit Kind? Natürlich haben sich die Jubel-Stürme bei meiner Familie im ersten Moment in Grenzen gehalten. Aber nur kurz!
Oftmals hören sich solche Pläne für Eltern viel wilder und gefährlicher an, als sie tatsächlich sind. Sei offen, sei ehrlich und hab auch Verständnis. Schaffe Vertrauen! In Dich und Deine Pläne. Wenn Dir das gelingt, kann sich die Angst nämlich ganz schnell in den nächsten Punkt umwandeln:
Die Freude
Was? Wie geil ist das denn bitte?
Funkelnde Augen, breites Lächeln, und gefühlte hundert Kilo Freude, die Dir direkt entgegen fliegen. Das ist natürlich der ideale, und (glücklicherweise) auch der häufigste Fall. Die meisten Leute, denen ich von meinen Plänen erzähle, reagieren genau so.
Und das Schöne daran: Es sind gleichzeitig die Menschen, die mir wichtig sind. Mit denen ich Vorfreude, Ängste, Sorgen etc. uneingeschränkt teilen kann. Die in tollen und schwierigen Situationen für mich da sind und mich unterstützen. Die sich mit mir freuen können.
Ganz sicher wird es bei Dir genau so sein: Du erzählst von deinen Geschichten und Ideen? Super, Deine Freunde lieben Dich genau dafür und werden Dich soweit es geht und nötig ist unterstützen. Dich wahrscheinlich von der ersten Sekunde an mit unzähligen Fragen bombardieren. Dir Tipps und Tricks mit auf den Weg geben.
Wunderbar! Hier bist du anscheinend richtig.
Also lass die Neider ganz weit hinter Dir. Nimm die Ängstlichen mit ins Boot. Und sei gemeinsam mit Deinen Freunden glücklich und aufgeregt. Halte an Deinen Plänen fest, und lass auch Andere daran teilhaben. Räume Ängste aus dem Weg, gib aber auch Zweifeln und Bedenken ihren Platz. Dein Umfeld wird es Dir danken! Und auch Dir wird es gut tun:
Und wohin soll es jetzt gehen? Asien, Europa oder doch lieber Südamerika? Solche Fragen lassen sich auch mal ziemlich gut gemeinsam besprechen. Und zwar mit genau den Menschen, die Dir wichtig sind.
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Welcher ist für Dich der beste Weg, mit Reaktionen aus Deinem Umfeld umzugehen?
Wunderbar. Ich selbst bin seit neun Monaten allein mit Junior(6) in der Welt unterwegs. In Deutschland haben wir alle Zelte abgebrochen, Job und Wohnung gekündigt und Haushalt aufgelöst. Ich gestehe, dass ich nicht alles im Vorfeld kommuniziere. Gerade die Familie und Freunde, die meine Reiseleidenschaft nicht in diesem Mas teilen, machen sich oft unnötig Sorgen. Wir reisen seit fast drei Monaten zusätzlich auch noch ohne Ersparnisse und finden immer einen Weg weiter zu reisen. Mein liebster Freund ist das Vertrauen und natürlich mein Sohn, der mir die Leichtigkeit lehrt, unseren Weg weiter zu gehen. Dir und deinem Sohn wünschen wir von Herzen eine tolle Reise mit ganz vielen tollen Begegnungen und Abenteuern.
“Mein liebster Freund ist das Vertrauen…” Was für ein wundervoller Satz, liebe Stephi! Danke Dir und Euch natürlich ganz viel Spaß auf Eurem Trip… Liebe Grüße!
Hallo, ich habe eine Gruppe gegründet frei & selbstbestimmt. Hier möchte ich über alternative Lebensmodelle und Auszeiten berichten. Von Digitalen Nomaden, über Weltreise mit Kind, Wohnen in Gemeinschaften oder Auszeit im Kloster. Ich selbst bin gerade am Planen mit meinem Sohn alleine auszuwandern bzw. auf Weltreise zu gehen und Homeschooling zu machen. Ihr dürft gerne in meiner Gruppe berichten und Werbung für euch machen. Ich freu mich auch auf einen persönlichen Austausch
🙂