Am Anfang war ich euphorisch. Dann bin ich eine Zeit lang leicht skeptisch um ihn herum geschlichen. Doch am Ende war es klar:
Passt. Wackelt. Und hat Luft!
Alles, was ich für ein Jahr Weltreise mit Kind brauche, komprimiert auf 40 Liter. Handgepäck to go.
Willkommen im Team, lieber Farpoint 40.
Außen hui..
Farblich gibt es ihn in drei Varianten: Schwarz, rot und blau. Ich finde das Rot am Schönsten. Wobei, das ja eigentlich egal ist. Obwohl… Das Auge reist ja schließlich mit.
Von aussen sieht er eigentlich eher wie ein ganz normaler Rucksack aus, und man würde nie vermuten, dass hier unser gesamtes Hab und Gut für ein Jahr drin versteckt ist. Eher vielleicht Kleidung für ein verlängertes Wochenende. Aber nein…
Um den Rucksack aussen noch einmal extra zu verschließen, und den Inhalt zusätzlich richtig zusammen zu stauchen, hat er außen zwei extra Gurte. Dadurch kannst Du das Ganze noch einmal ordentlich komprimieren. Willst Du das nicht, sind die Gurte mit Hilfe von zwei kleinen Laschen aufräumbar und baumeln nirgendwo rum.
Ich finde die beiden allerdings super, da sie auch gleich noch die Reißverschlüsse zum Verschließen des Rucksackes verdecken, so dass sie niemand direkt öffnen kann.
In die zwei Außennetze kannst Du wunderbar eine kleine Trinkflasche oder was zum Essen verstauen. Oben drüber ist noch eine kleine Tasche versteckt, in die ich einen Beutel mit feuchten Tüchern, Globuli gegen Reisekrankheit, Händedesinfektion und noch ein bisschen Krims Krams verstaue.
Innen natürlich auch:
Das Hauptfach hat mich auf den ersten Blick fast ein bisschen erschrocken, weil es so klein aussieht. Ist aber nur Tarnung, denn wenn Du erst einmal anfängst, es zu füllen, zeigt es seine wahre Größe. Gut finde ich hierbei, dass es wirklich nur dieses eine Fach gibt, ohne tausend Extras.
Der Boden ist mit einer etwas festeren Platte ausgestattet, und hat somit schon fast was von einem Koffer, was die Stabilität betrifft. Auch hier gibt es noch einmal zwei kleine Riemchen, die wieder alles schön zusammenhalten und noch ein bisschen quetschen.
Was die Ordnung beim Packen betrifft, habe ich dann eigentlich keine besonderen Regeln: Einfach alles schön reinlegen, die Ränder mit Gerolltem ausfüllen und ganz oben drauf, die Beutel mit den Flüssigkeiten. Damit Du sie am Flughafen direkt griffbereit hast.
Im Deckel gegenüber vom Hauptfach ist noch eine Netztasche mit Reißverschluss, die sich super für das Laptop eignet. Das muss am Flughafen schließlich auch ab und zu mal an die Luft, und ist so direkt griffbereit.
Neben dem Hauptfach, gibt es noch ein weiteres Reißverschlussfach, eine Etage weiter vorne. Im Deckel quasi. Auch noch einmal unterteilt in ein extra Fach, das mit Klettverschluss gesichert ist, und eine Netztasche mit Reißverschluss. Hier passen ein paar Hefte von Maxi, und im Endeffekt meine ganzer Büroinhalt rein. Also Kabel, Auflagegeräte und so weiter. Das stecke ich vorher allerdings noch in eine kleine Extra Tasche, damit es schön aufgeräumt ist. Die ist allerdings nicht von Osprey, sondern von meiner Mami genäht 🙂
Es gibt noch ein Geheimnis:
Unten am Boden des Rucksackes ist noch einmal ein kleines Fach versteckt, in dem die Abdeckung der Schultergurte eingerollt Platz findet. Du kannst das Rückenteil mit dieser Abdeckung nämlich verschließen und den Rücksack als Reisetasche verwenden.
Schön klein zusammengerollt, bleibt aber dennoch ein bisschen Platz übrig, in den ich unsere Regenjacken verstaue. Zusätzlich passen sogar noch ein paar Flip Flops mit rein, oder eher schmale Gegenstände, die Du gerne mitnehmen möchtest.
Und Maxi?
Der ist mit der kleineren Variante, dem Osprey Jet 12 unterwegs. Vom Aufbau fast ähnlich wie der Farpoint 40, nur halt in klein:
Mit einem Hauptfach, incl. kleiner Netztasche mit Reißverschluss, einem Deckel (ebenfalls mit kleiner Netztasche für Bärti), und noch einer kleinen Tasche oben, die mit Reißverschluss geschlossen wird. Von der Größe perfekt für Spielzeug jeglicher Art, und vor Ort super als Tagesrucksack zu nutzen.
Das Rückenteil ist wieder durch eine etwas festere Platte verstärkt und zusätzlich mit einem Netz abgetrennt, damit beim Tragen ein bisschen Luft zirkulieren kann, und der Rucksack bei Hitze nicht die ganze Zeit an Deinem Rücken klebt.
Auch der Kleine ist in mehreren Farben erhältlich, Maxi wollte ihn aber unbedingt in wildem Blau, anstatt langweiligem Rot haben.
Mein Fazit:
Insgesamt gefällt mir am Farpoint 40 die solide Verarbeitung. Sowohl die einzelnen Verschlüsse als auch die Tragegurte und sonstige Haken, Bänder etc. sind einfach gut verarbeitet. Da leiert selbst nach ständigem Öffnen und dran rum Ziehen, so schnell nichts aus.
Ausserdem ist er super angenehm zu tragen, da es ihn sogar in zwei Größen gibt. Je nach Rückenlänge für kleinere Menschen wie mich, oder halt auch für die größere Fraktion. Passgenau und dadurch sehr angenehm auf dem Rücken.
Mein Gesamturteil gegenüber der beiden Rucksäcke ist somit durchweg positiv. Ich war vorher mit einem anderen 45 Liter Rucksack unterwegs, der auch ok war, aber der Osprey Farpoint 40 macht das Packen und Transportieren schon ziemlich einfach. Gerade weil er mir eher wie eine Mischung aus Rucksack und Koffer vorkommt, und dadurch einen ganz großen Vorteil hat:
Durch das weite Öffnen des Deckels musst Du nie wieder Rucksack-typisch nach Deinen Sachen kramen, die ganz weit unten versteckt sind. Das habe ich immer gehasst. Selbst wenn ich mir beim Packen ganz viel Mühe gegeben habe, war nach der Suche nach dem ersten T-Shirt, das doch ganz unten versteckt war, das Chaos ausgebrochen. Und das hat mich wahnsinnig genervt. Hier ist das anders, und für mich eine absolute Wohltat.
Mit dem Farpoint 40 von Osprey hast Du somit einen super Gefährten für Eure Reise mit dabei, und mit ihm an Deiner Seite wirst Du ganz bestimmt auch die große Hürde packen: Nur noch mit Handgepäck zu verreisen. Probier es aus!
Welchen Rucksack nutzt Du für Deine Reisen mit Kind?
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